Ein Thema, das aufgrund der fortschreitenden Klimaerwärmung zunehmend an Bedeutung gewinnt und die Feuerwehren vor zusätzliche Aufgaben und Herausforderungen stellt, ist die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung.
Gemeinsam mit der Schwerpunktfeuerwehr Großvolderberg wurden daher aktuelle Themenbereiche der Waldbrandbekämpfung ausgearbeitet und praxisnah geschult. Unter der Leitung des Kommandanten der Feuerwehr Großvolderberg, OBI Andreas Schmid, wurde der Schulungsabend mit einem Fachvortrag eröffnet. Dabei wurden die Grundlagen der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung vermittelt.
Im theoretischen Teil standen unter anderem die einfache Waldbrandprognose, die LACES-Regel, verschiedene Ausbreitungsfaktoren sowie die Bekämpfung von Bodenbränden mittels Löschrucksäcken und Schanzwerkzeugen im Mittelpunkt.
Ein weiterer Schwerpunkt galt der PSAgA – der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz. Dabei wurden Maßnahmen und Vorgehensweisen für Arbeiten in absturzgefährdetem Gelände behandelt. Die sichere Fortbewegung mittels Seilgeländer sowie praktische Tipps zum Aufbau und zur Anwendung wurden unter Anleitung beübt.
Zusätzlich widmete sich ein Schulungsteil dem sicheren Einweisen von Hubschraubern in den Dämmerungs- und Abendstunden. Themen wie die Auswahl geeigneter Nachtlandeplätze, sicherheitsrelevante Aspekte sowie die Kommunikation mit dem Piloten wurden anhand praxisnaher Beispiele erläutert und gemeinsam diskutiert. Der offene Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten bot dabei die Möglichkeit, unterschiedliche Sichtweisen und Einsatzerfahrungen einzubringen. Abschließend wurden wichtige Sicherheitsgrundlagen im Umgang mit Luftfahrzeugen vermittelt.
Im praktischen Teil der Ausbildung wurden Flächenbrände unter Anwendung der richtigen Einsatztaktik bekämpft. Die Vorgehensweise bei Wald- und Vegetationsbränden unterscheidet sich wesentlich von jener bei Brandeinsätzen im Innenangriff. Oberstes Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung des Brandes möglichst rasch zu verhindern. Dies kann sowohl durch Luftunterstützung als auch durch den Einsatz von Bodenmannschaften erfolgen, welche betroffene Flächen mittels Wasser benetzen und Brandschneisen anlegen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Die Waldbrandbekämpfung stellt hohe Anforderungen an Mensch und Material. Neben der richtigen Einsatztaktik sind insbesondere körperliche Belastbarkeit, mentale Stärke sowie ein regelmäßiger Mannschaftswechsel entscheidende Faktoren für einen sicheren und erfolgreichen Einsatzerfolg. Insgesamt stellte die Schulung eine wertvolle und anspruchsvolle Ausbildungseinheit dar. Die Feuerwehren im Einsatzgebiet sind für zukünftige Herausforderungen im Bereich der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung sehr gut aufgestellt und können auf eine motivierte Mannschaft zählen, die gemeinsam und professionell an diese Aufgaben herangeht.
















