Wir möchte mit den folgenden Sicherheitstipps sicher durch die Adventszeit begleiten. Jedes Jahr – meist eher zum Ende der Adventszeit – kommt es immer wieder zu Zimmer- und Wohnungsbränden.
Die „stillste Zeit im Jahr“ ist auf ihre Höhepunkt angekommen, das Jahr neigt sich dem Ende zu.
Adventduft, Kerzenschein und Dekorationen zieren die Wände und Stuben unserer heimischen Wohnzimmer.
Doch hier lauert die Gefahr: oftmals unbeaufsichtigte Kerzen, welche vergessen wurden abzulöschen oder aber auch ein beim Ablöschen verirrter Funke im ausgetrockneten Adventkranz. Dekorationen (Engelshaar, Strohsterne, usw.), die zu Beginn der Adventszeit noch weit entfernt zu den Kerzen erscheinen, können im Laufe der Zeit durch das Abbrennen der Kerze ihren Abstand zur Zündquelle zum Teil stark verringern. Es reicht schon die Strahlungswärme, um einen Brand auszulösen. Eine Kerzenflamme kann bis zu 1400°C erreichen, diese Gefahr soll nicht außer Acht gelassen werden. Laut einer Statistik der Brandverhütungsstellen von Österreich ereignen sich jährlich rund 1.000 Brände durch offenes Licht und Feuer – davon der Großteil durch Kerzen (Teelichter, Gedenklichter, Friedenslichter, Advent- oder Christbaumlichter). Festgestellt wurde außerdem, dass 60 Prozent aller oben angeführten Brände in den Monaten November, Dezember und Jänner auf oben angeführte Ursachen zurückzuführen sind (die österreichischen Brandverhütungsstellen, KFV).

Quelle: frag-floh.de

Quelle: zillertalerzeitung.at
Doch nicht nur Adventkränze stellen ein hohes Brandrisiko dar. Christbäume sind ebenso Auslöser für Wohnungsbrände. Innerhalb von Sekunden kann der Christbaum einen ausgedehnten Zimmerbrand und in weiterer Folge einen Wohnungsbrand verursachen. Am Weihnachtsabend zündet man eine Spritz- oder Wunderkerze an, zu diesem Zeitpunkt ist der Baum noch frisch und saftig. Am selben Baum zündet man zwei bis drei Wochen später ebenso eine Wunderkerze an, diese erreichen beim Abbrennen eine Temperatur von bis zu 1.200°C. Der Baum ist durch die Heizung ausgetrocknet und schon brennt der Baum lichterloh. Daher birgt die größte Gefahr die Zeit zwischen Neujahr und den Hl. drei Königen.

Quelle: Bundesfeuerwehrverband / Hermann Kollinger
Doch die Adventzeit soll Freude und Geborgenheit mit sich bringen. Mit einfachen Sicherheitstipps lässt sich ganz einfach ein Brand vermeiden.
- Möglichst auf große Abstände zwischen den Kerzen und allen brennbaren Deko-Materialien am Adventkranz achten!
- Eine nicht brennbare Unterlage beim Adventkranz verwenden. (Metall- oder Porzellanteller)
- Die Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen, auch nicht um nur kurz in den Keller zu gehen oder die Post zu holen.
- Bewusster Umgang statt Verzicht auf Kerzenlicht.
- Löschdecke, Feuerlöscher oder einen Eimer mit Wasser bereithalten.
- Kinder und Haustiere nie mit den brennenden Kerzen allein lassen.
- Bei der Verwendung von Kerzen am Christbaum, darauf achten, dass sich keine Vorhänge, in unmittelbare Nähe der Kerzen befinden, die Feuer fangen können.
- Den Christbaum standsicher aufstellen – nötigenfalls abspannen!
- Keine brennbaren Unterlagen (Leintuch, Geschenkpapier, dgl.) verwenden.
- Darauf achten, dass sich keine Girlanden, Engelshaare oder Lammetta in Flammennähe befinden.
Tipps bei der Verwendung von elektrischen Lichterketten
- Nur Ware mit Sicherheitszertifikat erwerben.
- Bei der Verwendung von Lichterketten darauf achten, dass diese für den jeweiligen Anwendungsbereich auch geeignet sind. Wie zum Beispiel Lichterketten, die nicht wetterfest sind, im Außenbereich zu verwenden.
- Wenn in der Betriebsanleitung gefordert, defekte Leuchtmittel austauschen, da sich sonst die anderen Leuchtmittel stärker erwärmen können.
- Nicht unnötig viele Kabel in einen Kabelverteiler (Dreiersteckdose) einstecken (Brandgefahr)!
Ein weiterer Sicherheitstipp nicht nur zur Weihnachtszeit – Rauchmelder retten Leben! Im Schlaf ist der Geruchssinn des Menschen abgeschaltet und somit kann die Ausbreitung der Rauchgase nicht wahrgenommen werden kann. Der Rauch breitet sich zudem schneller als die Flammen aus. Die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung (Erstickungsgefahr) droht.
Was tun, wenn es trotzdem zum Brand kommt?
- ALARMIEREN – RETTEN – LÖSCHEN
- RUHE BEWAHREN
- Zeigt der eigene Löschversuch keine Wirkung, so verlassen Sie diesen Raum und schließen die Türe hinter sich.
Zögern Sie nicht die Feuerwehr zu verständigen – 365/24/7 für Sie im Einsatz!

In diesem Sinne wünscht die Freiwillige Feuerwehr Volders, frohe und besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
