Ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person zählt zu den besonders anspruchsvollen Einsatzszenarien für die Feuerwehr. Umso wichtiger ist es, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und alle Maßnahmen sicher, strukturiert und perfekt aufeinander abgestimmt sind.
Im Rahmen einer Übung wurde genau dieses Szenario realitätsnah trainiert. Dabei wurden unterschiedliche Einsatzsituationen simuliert, um die Mannschaft auf verschiedene Herausforderungen vorzubereiten. Durch das gezielte Durchmischen der Gruppen konnte jeder neue Erfahrungen sammeln, unterschiedliche Vorgehensweisen kennenlernen und von den Kenntnissen und Erfahrungen der anderen profitieren.
Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die richtige Handhabung der Geräte und die einzelnen Arbeitsschritte, sondern auch die Kommunikation und das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft. Eine besonders wichtige Rolle kommt dabei dem sogenannten inneren Retter zu. Dieser begibt sich zu der verletzten Person ins Fahrzeug und stellt eine wichtige Verbindung zwischen der Person im Fahrzeug und den Einsatzkräften außerhalb dar. Es ist entscheidend, die verletzte Person laufend über die geplanten Maßnahmen und die nächsten Arbeitsschritte zu informieren. So weiß sie, was gerade passiert und was als Nächstes auf sie zukommt. Gerade in einer ohnehin sehr belastenden Situation können eine ruhige Kommunikation und das Schaffen von Vertrauen wesentlich dazu beitragen, der betroffenen Person Sicherheit zu vermitteln.
Im Anschluss an die praktischen Übungen wurden die einzelnen Szenarien ausführlich nachbesprochen. Dabei wurden sowohl die Vorteile als auch mögliche Nachteile der gewählten Vorgehensweisen besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und alternative Lösungsansätze aufgezeigt.
Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Sie helfen uns, Abläufe zu festigen, voneinander zu lernen und im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein – denn wenn jede Sekunde zählt, muss jeder Handgriff sitzen.



















