Stichwort „Waldbrand“ hieß es kürzlich an einem Samstag

für den Ausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Volders.

Da Wald- und Vegetationsbrände keine Seltenheit mehr sind und nicht wie früher nur in heißen Gegenden wie Griechenland oder Kalifornien vorkommen, befasste man sich mit diesem Themenschwerpunkt auch im Feuerwehrausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Volders.

Seitens des Landesfeuerwehrverbandes Tirol gibt es bereits ausgearbeitete Konzepte in denen Einsatztaktiken, Kategorisierung der Waldbrände in Klassen und Arbeiten im steilen Gelände festgehalten sind.

Frühmorgens ging es los: Zuerst musste die Schulbank gedrückt werden, um die theoretischen Grundlagen zu erlernen. Die Themen zur Waldbrand- oder Bodenbrandbekämpfung wurden von LM Ricardo Stauder nähergebracht (aktiver Feuerwehrflughelfer im Bezirk Innsbruck Land).

LM Ricardo Stauder konnte einen sehr tiefgründigen Einblick in die Materie der Bodenbrandbekämpfung, kurz BBB, geben, da er als ehemaliger Ausbildner an der Landesfeuerwehrschule ein fundiertes Wissen in diesem Bereich mitbringt.

Zu den Themen wurden unter anderem Waldbrand-Taktik, Bodenbrandbekämpfung, Befestigen der Gerätschaften am Berg, aber auch das Beachten der hydrographischen Gegebenheiten am Einsatzort besprochen.

Im Anschluss an den Vortrag von LM Ricardo Stauder berichtete OLM Christian Schwaninger von der Feuerwehr Baumkirchen, der ebenfalls aktiver Flughelfer ist, über das Arbeiten mit Fluggeräten.

OLM Christian Schwaninger erläuterte Themen wie:

  • Richtiges Ausleuchten sowie Erstellen eines Hubschrauberlandeplatzes
  • Gefahren im Umgang mit Fluggeräten erkennen und präventiv vorsorgen
  • Die richtige Vorgehensweise beim Anfordern eines Hubschraubers
  • Wer trägt die Kosten dafür?
  • Richtiges Einweisen eines Fluggerätes
  • Unterstützung durch den Flugdienst

Anschließend erklärte er, dass der Hubschrauber bei einem Waldbrand lediglich unterstützen kann, jedoch keinen Waldbrand löscht! Es ist unerlässlich, ein sehr gut ausgebildetes und top-fittes Bodenpersonal in die Gefahrenzone zu entsenden.

Im Anschluss an die kurze Mittagspause ging es dann auf das Areal der „Stachelburg“ in Volders, wo ein Bodenbrand simuliert wurde. Von Weitem waren die dichten Rauchschwaden des Flächenbrandes zu sehen.

Es galt dann anhand der erworbenen Kenntnisse diesen richtig zu bewerten, daraus Rückschlüsse auf das Vorgehen zu ziehen und die Mannschaft dementsprechend einzusetzen. Schnell musste man feststellen, dass diese Arbeit im steilen Gelände sehr fordernd für die gesamte Mannschaft ist.

Jetzt gilt es, das erlernte Wissen der gesamten Mannschaft weiterzugeben und die Einsatzkräfte stetig weiterzubilden. Denn wer aufhört sich zu entwickeln macht den ersten Schritt zurück.

 

 

 

 

 

 

 

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Von admin