23.09.2013

Eine beinahe „schlaflose“ Einsatznacht erlebten die Jungs und Mädls der Jugendfeuerwehr Volders beim traditionellen BF-Tag am heurigen Wochenende!

Alle 2 Jahre treten die Jugendfeuerwehrmänner und  Jugendfeuerwehrfrauen aus Volders eine Nacht in den Dienstbetrieb einer „BF“, gefüllt mit Übungs-Einsätzen, Schulungen, Spielen und Kameradschaft.

Nach dem Dienstantritt um 15:00 und dem Aufbau des Quartiers für die Nacht folgte schon die erste Alarmierung: VU mit 3 eingeklemmten Personen und Rauchentwicklung. Die Mannschaften von TLF-A und LFB-A meisterten diesen Einsatz, im Anschluss an den Einsatz wurde der Ablauf und die Beobachtungen der anwesenden Feuerwehrkameraden wie bei den Aktiven bei einer Nachbesprechung erläutert

Lange bliebt keine Verschnaufpause, Alarm für LFB-A: Eingeklemmte Person unter Baumstamm. Mittels Hebekissen und Unterbaugerät konnte der eingeklemmte Forstarbeiter sicher geborgen werden.

Der dritte Einsatz galt wieder beiden Fahrzeugen: Explosion im Keller, 2 Personen vermisst, starke Rauchentwicklung. TLF-A kümmerte sich um die schnelle Bekämpfung des ausgebrochenen Feuers neben dem Gebäude, während die beiden Atemschutztrupps das innere des Gebäudes erkundeten. Um den Atemschutztrupps das Gefühl eines Atemschutzeinsatzes zu zeigen, rüsteten sich die Jugendlichen mit Spinnenmasken aus, ohne sonstiges Atemschutzgerät. Schnell waren die vermissten Personen gefunden und geborgen. LFB-A stellte die Wasserversorgung vom nahe gelegenen Hydranten sicher und startete einen weiteren Löschangriff mittels C-Rohr. Besonders freuten sich die Jugendlichen über den Besuch von AK ABI Christian FAIK, welcher sich von der Leistung der Jugendlichen überzeugte und lobende Worte für die gelungene Übung fand.

Nach dem Aufrüsten der Fahrzeuge und dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft nütze man die Zeit für das Abendessen und einige Gemeinschaftsspiele. Gar nicht so einfach, die „Schafe“ über den Weidezaun zu bekommen, jedes einzelne auf eine andere Art und Weise. Hier war Kreativität gefragt 🙂

Doch lange bliebt es wieder nicht ruhig in Volders: Abgestürzter Paragleiter am Kleinvolderberg, Rodelweg. Aufgrund der Dunkelheit bedeutete das gleichzeitig eine Suchaktion, da die Absturzstelle vom Melder nicht genau beschrieben werden konnte. An einem Hang unterhalb des Weges hatte sich der Paragleiter in den Bäumen verhakt – zum Glück war er ansprechbar und nur leicht verletzt, dennoch bestand Verdacht auf innere Verletzungen, daher wurde er von den Jungs und Mädls mit der Schleifkorbtrage geborgen und dem Rettungsdienst übergeben. Voran stand natürlich die eingenen Sicherheit der Rettungsmanschaft, daher wurde nur mit Sicherung vorgegangen. Immer wichtiger im FW-Dienst wird das Thema Lageführung, gerade bei größeren Geschehnissen oder größeren Einsatzbreichen. Daher wurde diese auch bei diesem Einsatz praktiziert und diente so der Einsatzleitung als Ãœbersicht und Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen.

Auch ein Fehlalarm durfte nicht fehlen: Rauchentwicklung in der Senselerstraße, unbekannte Situation. Für die ausgerückten Einsatzkräfte von TLF-A und LFB-A stellte sich schnell heraus, dass es sich um feierfreudige Jugendliche handelte, welche es mit der Nebelmaschine dezent übertrieben haben. Da die Jugendlichen aber ortsbekannt sind, konnte die Situation schnell geklärt werden und wieder in das Gerätehaus eingerückt werden.

Dann blieb endlich Zeit für eine Mitternachtsjause und ein paar Jugendliche und Betreuer fanden einige Minuten Schlaf bis zur nächsten Alarmierung für TLF-A: Kleiner Brand im Freien, Mülleimerbrand in der Bahnhofstraße. Mittels HD-Rohr war der Brand, welcher wahrscheinlich von „Übungsvorbereiter-Vandalen“ schnell gelöscht.

Kurz vor Sonnenaufgang wieder Alarm: LKW-Brand, Auflieger in Flammen – dieser konnte nur mittels Schaum gelöscht werden, so legte man das Brandobjekt in einen dicken Schaumteppich und testete gleich auch die Unterscheide bei der Verwendung von Mittel- und Schwerschaumrohr.

Am frühen Morgen die nächste Alarmierung für beide Mannschaften: Gebäudebrand Nebengebäude, Kleinvolderberg. Einsatzannahme war der Vollbrand eines Geräteschuppens, für die Jugendlichen galt es, mittels TS die Wasserversorgung vom nahegelegenen Bassin sicherzustellen und mit 2 C-Rohren vorzugehen. Gekonnt verlegten die Jugendlichen die erforderlichen Zubring- und Angriffsleitungen, auch das Kuppeln der Saugleitung funktioniert schon „fast“ so wie bei den Großen.

Nun war aber der Feierabend nahe, nach einem gemeinsamen Frühstück beendete die Einsatzmannschaft ihre Schicht um 10:00 Uhr und jeder freute sich auf ein paar erholende Stunden am Sonntag. Mann und Frau hatten ja doch eine recht erlebnisreiche Nacht hinter sich 🙂

Statistik:

– 3 Jugendfeuerwehrfrauen und 12 Jugendfeuerwehrmänner, 5 Jugendbetreuer, 7 Übungsvorbereiter

– 2 Fotografen, einige Übungsopfer, zahlreiche Zuschauer bei den Einsätzen

– 5 Brandeinsätze, 2 technische Einsätze 1 Fehlalarm, 19h Dienstbetrieb

Ein Dank an alle Jugendlichen, Betreuer, Übungsvorbereiter und alle, die bei diesem erlebnisreichen BF-Tag mitgewirkt haben.

Fotos: Julia Schönherr, OFM Fabio Stauder, LM Anton Wegscheider

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Von admin